Die Homburg, vom letzten Northeimer Grafen Siegfried IV. an Stelle des einstigen "castellum wikanafeldisten" erbaut, diente von 1183 - 1409 den Edelherren von Homburg als Stammsitz. Als Landesherren verliehen sie in der Mitte des 13. Jahrhunderts Stadtoldendorf die Stadtrechte. Mit Aussterben der Homburger 1409 ging die Burg in den Besitz des Welfenhauses über. Bis 1535 war sie noch Sitz der Wickensener Amtmänner. Militärisch bedeutungslos und zu Wohn- oder Verwaltungszwecken aufgrund ihrer schwer zugänglichen Lage ungeeignet, ließ man Mauern, Türme und Gebäude verfallen.
Als "Steinbruch" lieferte sie das Baumaterial für das neue Amtshaus in Wickensen.
Die Ruine, 1897 in ihren wesentlichen Teilen ausgegraben, war von jeher ein beliebtes Ausflugsziel. Von einem prominenten Besuch konnte der "Tägliche Anzeiger" 1909 berichten. Am 18. Juni besichtigte der Herzogregent anläßlich seines Aufenthaltes in der Stadt auch die Homburg, wo Bürgermeister Klügel zu Ehren seines hohen Gastes ein Frühstück gab. Von diesem Ereignis konnte bisher leider kein Foto gefunden werden. Die bei der Ausgrabung 1897 und bei der Instandsetzung der Ruine 1936 gefundenen Gegenstände können im Stadtmuseum besichtigt werden.
Weitere Informationen finden Sie unter www.stadtoldendorf.de. |